EColleagues: Kooperatives On-Demand-Lernsystem zur Unterstützung von Servicetechnikern

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Zielsetzung des Verbundvorhabens »eColleagues« ist die Entwicklung, Implementierung und Erprobung eines kooperativen on demand-Lernsystems, das Servicetechniker während ihres weltweiten Einsatzes optimal dabei unterstützt, eigenständig und in den kundenseitig geforderten kürzer werdenden Bearbeitungszyklen komplexe Dienstleistungen rund um das Produkt Maschine durchzuführen.

Der innovative Ansatz dieses Vorhabens besteht darin, dass bei der Entwicklung des prototypischen on demand-Lernsystems auf Quellen impliziten Wissens zurückgegriffen wird, die in den Unternehmen bereits vorliegen, momentan aber noch nicht in ausreichendem Umfang zur Schulung und Qualifizierung strukturiert genützt werden.

Am Verbundvorhaben »eColleagues« sind die Homag AG, die Oerlikon Textile GmbH & Co KG sowie TTS Tooltechnic Systems als betriebliche Partnerunternehmen, die Infoman AG als technischer Entwicklungs­partner sowie das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) an der Universität Stuttgart als wissenschaftlicher Forschungspartner beteiligt.

Öffentlichkeitsarbeit und Transfer im Projekt werden durch die Zusammenarbeit mit renommierten Vertretern der Branche Maschinen- und Anlagenbau unterstützt – VDMA und VermIT.

Inhaltsverzeichnis

Projektidee

Ziel des Vorhabens »eColleagues« sind die Konzeption, Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines bedarfsgerechten medial gestützten on demand-Lernsystems für Servicetechniker im Maschinen- und Anlagenbau. Der innovative Ansatz dieses Vorhabens besteht darin, dass bei der Entwicklung auf Quellen impliziten Wissens zurückgegriffen wird, die in den Unternehmen bereits vorliegen, momentan aber noch nicht in ausreichendem Umfang zur Schulung und Qualifizierung strukturiert genützt werden.

Die betriebliche Praxis zeigt, dass solche Quellen, wie bspw. die Expertise von erfahrenen und hoch spezialisierten Mitarbeitern in Hotlines, Einsatzberichte und der informelle Austausch zwischen Servicetechnikern etc., bei der Problemlösung entweder nicht oder nur sehr unstrukturiert für Lernsysteme zur Schulung und Qualifizierung dieser Zielgruppe genutzt werden. Dennoch liegen genau in diesen Quellen Informationen und Inhalte vor, die eine hervorragende Basis für die benötigten Problemlösungen bieten und darüber hinaus auch auf eine hohe Akzeptanz bei den Servicetechnikern stoßen können, wenn sie entsprechend aufbereitet zur Verfügung gestellt werden.

Der »eColleagues« Ansatz wird ein zeitnahes und flexibles Lernen der Servicetechniker weltweit voneinander zu ermöglichen. Dabei soll das Fach- und Expertenwissen, das in verschiedenen bereits vorhandenen Medien vorliegt, integriert und zu einem dynamischen, praxisnahen und hochaktuellen Lernsystem ausgebaut werden.

Innovation des Projekts

Der »eColleagues« Ansatz wird wichtigen Trends der Gegenwart Rechnung tragen.

Einfache Anwendung

Der Fokus früherer E-Learning Anwendungen lag häufig zu sehr auf den technischen Aspekten – mit der Konsequenz, dass oft sehr anspruchsvolle Lernmedien geschaffen wurden, die letztendlich an der Nutzerakzeptanz scheiterten. Erfolgreiche IT-Anwendungen schaffen heute den Spagat zwischen hochkomplexen Funktionalitäten im Hintergrund und einer sehr einfachen Nutzerführung im Vordergrund (vgl. skype und google). Dazu ist es jedoch wichtig, neben der Technik auch die Pädagogik beim Entwurf neuer IuK-Medien im Auge zu behalten. Im eColleagues Lernsystem wird Lernen in erster Linie als ein pädagogischer Prozess verstanden, der durch Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt wird. Ziel des Vorhabens ist es deshalb, Lernen und Technik in einem harmonischen Gesamtkonzept zu verbinden, das die natürlichen Lernprozesse und -anforderungen der Servicetechniker in der Praxis möglichst reibungsfrei unterstützt. Dies soll auch durch eine Evaluation gewährleistet werden, bei der neben Gestaltungsaspekten auch Faktoren wie Nutzerakzeptanz und Lerneffekte überprüft werden.

Verbindung von Lernen und Wissensmanagement
In vielen Bereichen hat eine Vermischung von Lernen und Wissensmanagement stattgefunden. Für die Informations­beschaffung wird das so genannte »Googlen« heute bereits von vielen Servicetechnikern genutzt, um im Arbeitsprozess on demand zu lernen. »eColleagues« wird das Wissen aus verschiedenen Informations- und Lernelementen zusammen­führen.

Emergenz-Effekte

Viele aktuelle Medien nutzen Emergenz-Effekte, um verschiedene kleine Wissensbausteine Einzelner zu einem ständig wachsenden Wissenspool zu ergänzen (vgl. Wikipedia). Dabei ändert sich auch die Rolle der Beteiligten: sie werden zugleich Nutzer und Autoren des Systems und unterstützen sich dadurch gegenseitig in ihrer täglichen Arbeit – ganz im Sinne eines Community of Practice Konzepts. Diesem Gedanken entsprechend wird das »eColleagues« Lernsystem das Erfahrungswissen der verschiedenen Servicetechniker und Hotline-Experten weltweit zusammenführen und internationalisieren. Dabei sollen die Techniker, wie bei verschiedenen Web2.0 Anwendungen heute, dazu befähigt werden, selbst zu Autoren zu werden und das Lernsystem nach Ende des Vorhabens selbstständig weiter auszubauen und mit dem kontinuierlichen Einstellen neuer Inhalte für Aktualität zu sorgen.

Internationale Konzepte

Viele Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sind heute international aufgestellt. Der Austausch von Wissen und Erfahrungen in weltweiten Unternehmensnetzwerken ist eine der zentralen Herausforderungen der Globalisierung. Im »eColleagues« Lernsystem werden die Erfahrungen von Servicetechnikern weltweit gebündelt und international verfügbar gemacht. Dabei werden sowohl sprachliche Barrieren als auch kulturelle Besonderheiten berücksichtigt.

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