Innovationskompetenz entwickeln

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Nur als innovative Gesellschaft sind wir zukunftsfähig. Innovative Unternehmen, Bildung, Forschung und Technologie sind das Rückgrat für Deutschlands Position im internationalen Wettbewerb und die Grundlage für Wohlstand und Beschäftigung. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds geförderte strategische Partnerschaft Fit für Innovation hat das Ziel, das Bewusstsein für die Bedeutung der Innovationsfähigkeit in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu schärfen. Sie versteht sich als Wissens-, Transferund Lernforum, das Unternehmen und Beschäftigte unterstützt, Innovationen herbeizuführen und die dazu erforderlichen Veränderungen erfolgreich zu gestalten.

Innovationskompetenz: Potenziale und Herausforderungen für das Human Resource Management

Innovationsprozesse entwickelnIm Fokus des Arbeitskreises stehen die Beiträge des Human Ressource Managements (HRM) zur Innovationskompetenz des Personals und des Unternehmens.

Die Aktivitäten des Arbeitskreises gliederten sich in drei Phasen: In der ersten Phase ermittelten die Partner die Herausforderungen der Zukunft, welche aus Sicht der Arbeitskreismitglieder den Anforderungskontext für die HRM-Innovationsbeiträge im Jahr 2020 bestimmen werden.

In der zweiten Phase wurden Erfolgsbeispiele der beteiligten Unternehmen sowie weiterer Organisationen aus dem geförderten und ungeförderten Umfeld gesammelt und für den Transfer in Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit aufbereitet. Auf Basis der Vorarbeiten formulierten die Partner in der anschließenden dritten Phase Handlungsempfehlungen für bedarfsgerechte Forschungsund Praxisaktivitäten.

Dieses Vorgehen wurde gewählt, um den Transfer guter Lösungen zu beschleunigen und die Herausforderungen der Zukunft praxisorientiert zu erfassen. Die hier dargestellten Ergebnisse sollen dazu beitragen, neue personalwirtschaftliche Instrumente zur Sicherung der Innovationskompetenz zu entwickeln und damit die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu stärken.

Innovationskompetenz als Erfolgsfaktor für den Standort Deutschland

Die Fähigkeit zur Innovation ist heute zentraler Wettbewerbsfaktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Im Innovationsranking nimmt Deutschland jedoch im internationalen Vergleich nur einen Platz im Mittelfeld ein (z. B. Innovationsindikator Deutschland 2009 des DIW). Der Engpass der Innovationsfähigkeit liegt nicht etwa in der Verfügbarkeit guter Ideen oder neuer Technologien, sondern in deren erfolgreicher und schneller Umsetzung in innovative Produkte und Dienstleistungen. Der resultierende Innovationsstau muss behoben werden, um die bestehenden Innovationspotenziale für den deutschen Standort gewinnbringend nutzen zu können.

Die Aufnahmefähigkeit und die Bereitschaft zur Umsetzung neuer Ideen hängen in erster Linie von der Handlungskompetenz aller am Innovationsprozess beteiligten Akteure ab. Wie Untersuchungen zeigen, hemmen insbesondere organisatorische und mitarbeiterbezogene Faktoren die schnelle Umsetzung von Innovationen. Arbeitsprozesse müssen so gestaltet werden, dass Mitarbeiter ihr Wissen und ihre Ideen entfalten und aktiv in die Innovationsprozesse einbringen können.

Die Strategische Partnerschaft greift diesen Handlungsbedarf auf und bietet Unternehmen ein Forum, um praxisrelevante Ansätze zur Beschleunigung der Innovationsleistung auszutauschen sowie zielführende Handlungs- und Forschungsbedarfe zu formulieren. Durch die zusätzliche Integration von Wissenschaftlern und intermediären Organisationen in den Arbeitskreisen wird der Austausch von Erkenntnissen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit gefördert.

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