Intellektuelles Kapital

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Intellektuelles Kapital ist im Gegensatz zum physischen und finanziellen Kapital des Unternehmens immateriell und intangibel. Intellektuelles Kapital wird in der Regel strukturiert in Human-, Beziehungs- und Strukturkapital. Letzteres lässt sich in Organisations- und Innovationskapital unterscheiden. Intellektuelles Kapital umfasst auf der individuellen, kollektiven und organisationalen Ebene Ressourcen, die die Leistungsfähigkeit und die Leistungsbereitschaft des Unternehmens begründen.

Leistungsfähigkeit
Intellektuelles Kapital umfasst das gesamte Wissen und die Fähigkeiten, die einem Unternehmen auf organisationalen, kollektiven und individuellen Wissensträgern zur Wertschöpfung zur Verfügung stehen.

Leistungsbereitschaft
Neben den Faktoren der Leistungsfähigkeit umfasst das intellektuelle Kapital die Ressourcen der Leistungsbereitschaft. Diese beinhalten Einstellung, Motivation und Werte auf individueller und kollektiver Ebene sowie die Unternehmenskultur auf kollektiver und/oder organisationaler Ebene.

In-Wert-Setzung von intellektuellem Kapital: Strategisch besonders wertvolle intellektuelle Ressourcen nennen wir »intellektuelles Kapital«
Intellektuelles Kapital muss hochrelevant für die Wettbewerbsstrategie des Unternehmens sein und die Merkmale strategisch wertvoller Ressourcen besitzen, sodass nachhaltige, strategische Wettbewerbsvorteile und im Wettbewerbsvergleich bestmöglicher Kundenwert (Kundennutzen) generiert werden können. Zu diesen Merkmalen gehören u.a. die schwere Imitierbarkeit und Transferierbarkeit sowie eine hohe Spezifität und Komplexität intellektueller Ressourcen.

Transformationsprozesse
Unternehmen benötigen Beschäftige, die fähig und willig sind, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu dessen Vorteil einzusetzen. Intellektuelles Kapital stellt die Gesamtheit des Wissens der Organisation dar. Dabei kommt der Transformation und Manifestation von individuellem und kollektivem Wissen und Fähigkeiten als Humankapital eine hohe Bedeutung zu, u.a. in unternehmensbezogene Reputation und Kundenbeziehungen als Beziehungskapital und in Prozesse, Führungsstrukturen und Systeme sowie in Markennamen als Organisationskapital. Umgekehrt führen u.a. aktive Kundenbeziehungen als Beziehungskapital zu neuen Kompetenzen im Humankapital und zu verbesserten Prozessen als Organisationskapital.

Intellektuelle Assets oder intangible Assets
Intellektuelle Assets sind die Bestandteile des intellektuellen Kapitals auf immateriellen Wissensträgern innerhalb der Kategorie des Organisationskapitals, die im Unternehmen selbstständig identifizierbar sind, die das Unternehmen steuern kann und die diesem verfügungsrechtlich zugewiesen sind. Hierzu gehören Copyrights, Lizenzen, Patente, Urheberrechte, Verfügungsrechte.

Literatur zum intellektuellen Kapital wissensintensiver Dienstleister: