MARS: International Monitoring of Activities and Research in Services

Aus IAO-Wiki

Durch das Projekt MARS - International Monitoring of Activities in Research and Services - wird ein belastbares und zukunftsfähiges Beobachtungsinstrument zu thematischen Entwicklungen in der internationalen Dienstleistungsforschung und Dienstleistungswirtschaft aufgebaut. Damit wird eine Systematisierung des Gegenstandsfeldes Dienstleistungen und die Erfassung sich verändernder Entwicklungstrends in Dienstleistungsforschung und Dienstleistungswirtschaft angestrebt.

Inhaltsverzeichnis

Zielsetzung

Künftig wird mehr denn je eine exzellente Dienstleistungskompetenz über die Wettbewerbs- und Überlebensfähigkeit von Unternehmen am Standort Deutschland entscheiden. Dies gilt insbesondere für den Bereich unternehmensnaher und hybrider Dienstleistungen, in dem hohe Wachstumsbeiträge realisiert werden. Diese Wachstumsdynamik soll durch Forschungs- und Entwicklungsleistungen im Dienstleistungsumfeld auf das hervorragende Niveau befördert werden, das in Deutschland im Bereich der industriellen Produktion bereits besteht.

Deutschland ist auf bestem Weg, sich in der internationalen Dienstleistungsforschung mit anerkannten Kernkompetenzen erfolgreich zu positionieren. Diese Entwicklung braucht jedoch weiteren Schub, damit Deutschland die Entwicklung zur Dienstleistungsgesellschaft nicht nur mitgehen, sondern aktiv mit gestalten kann.

Die Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, die Anbindung an internationale Trends und darüber hinaus die Ausbildung von Markt- und Meinungsführerschaft in neuen Lösungs- bzw. Themenfeldern ist notwendig, wenn sich Deutschland in den nächsten Jahren zu einer Nation entwickeln soll, die für exzellente Services und hervorragende Dienstleistungsforschung international geschätzt wird.

Vorgehen

Das Vorhaben MARS startete im Sommer 2006 und läuft fünf Jahre. Vorgesehen sind über die Projektlaufzeit zwei große Erhebungswellen innerhalb des Expertenpanels in 2007 und 2009. Darüber hinaus werden in Abhängigkeit der thematischen Befunde vertiefende Untersuchungen durchgeführt, bei denen auf das erweiterte Kompetenznetzwerk zurückgegriffen werden kann.

Panel

Die Etablierung eines stabilen internationalen Panels erfolgte, um aktuelle Entwicklungen von Experten der Dienstleistungspraxis und -forschung exklusiv und in frühen Entstehungs- und Bearbeitungsphasen zu erfassen. Das Panel im Projekt MARS steht unter anderem als Garant für die Gewinnung und Abbildung zuverlässiger, trendgebender Informationen. Es setzt sich aus internationalen Experten der Dienstleistungsforschung und -praxis aus prominenten Lehrstühlen, Unternehmen sowie intermediären Organisationen zusammen.

Die regionalen Schwerpunkte des Panels liegen neben Deutschland auf Großbritannien, Nordeuropa, Australasien und den Vereinigten Staaten. Das Panel ist über die Projektlaufzeit und darüber hinaus als stabiles Netzwerk zur Generierung fundierten Wissens über sich abzeichnende Dienstleistungstrends konzipiert. Zwei umfangreiche Erhebungswellen werden im Panel des Projektes »MARS« zur Wissensgenerierung durchgeführt.

Erweitertes Kompetenznetzwerk

Als Quelle zusätzlicher Expertise besteht im Projekt, ergänzend zum stabilen Panel, ein flexibles Kompetenznetzwerk. Dies ermöglicht es, emergente Themen und aktuelle Befunde rasch aufzunehmen. Auf diese Weise wird eine Balance zwischen Stabilität und schneller Reaktionsfähigkeit hergestellt, die bei der Informationsbeschaffung dafür sorgt, dass in die Zukunft gerichtete und gleichwohl verlässliche Informationen zur Förderung einer ebenso inspirierenden wie fruchtbaren Debatte innerhalb der Dienstleistungsforschung und für die Dienstleistungspraxis bereit gestellt werden.

Zusätzlich zum erweiterten Kompetenznetzwerk kooperiert das Projekt mit der europäischen Statistikbehörde EUROSTAT. EUROSTAT ist die zentrale offizielle Europäische Statistikbehörde und agiert in Europa bei der Erstellung weltweiter Statistiken im Auftrag der OECD. Außerdem betreibt EUROSTAT eigene Forschungsarbeiten im Dienstleistungsumfeld und ist an der Weiterentwicklung des NACE-Codes beteiligt. Durch die Zusammenarbeit mit EUROSTAT werden im Projekt zusätzlich zur Erarbeitung qualitativer Ergebnisse auch makroökonomische Daten aufbereitet, um so Impulse für eine Verbesserung der Datenlage auf Makro-Ebene zu setzen.