Ressourceneffizienzatlas

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Internationale Beispielsammlung zur Steigerung der Ressourceneffizienz

RessourceneffizienzatlasDas nachhaltige Management natürlicher Ressourcen und die effiziente Nutzung der natürlichen Rohstoffe gewinnen aus ökologischen, sozialen und ökonomischen Gründen zunehmend an Bedeutung. Der Aufbau und die Verbreitung von Wissen zu Ressourceneffizienzpotenzialen und ihrer Nutzung wird damit zu einer zentralen Herausforderung einer nachhaltigen Entwicklung.

Dieser Bedeutungszuwachs hat vielerlei Ursachen: Wegen starker Preisschwankungen bzw. -anstiege auf den Energie- und Rohstoffmärkten wird das Ressourcenmanagement für Unternehmen auf nationalstaatlicher Ebene immer wichtiger. Die Wettbewerbsnachteile, die durch eine ineffiziente Ressourcennutzung entstehen, gefährden zunehmend Arbeitsplätze und die Entwicklung von Unternehmen. Versorgungsunsicherheiten, Ressourcenknappheit und die sich daran entzündenden globalen Rohstoffkonflikte sowie hohe und stark fluktuierende Rohstoffpreise können zu starken ökonomischen und sozialen Verwerfungen führen. Die Steigerung der Ressourceneffizienz wird daher sowohl in der nationalen und internationalen Politik als auch in den Unternehmen zunehmend zu einem wichtigen Thema. Dies zeigt sich z. B. in der Strategie Europa 2020, bei der das Thema Ressourceneffizienz eines von sieben Leitthemen (Flagships) ist, sowie in der nationalen Ressourcenstrategie der Bundesregierung ProGress. Auch die Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität hebt eine Entkopplung von Wohlstand und Ressourcenverbrauch als Kernthema hervor. Auf internationaler Ebene gewinnt Ressourceneffizienz auch im Kontext der Green economy an Bedeutung. Nicht zuletzt orientieren sich Unternehmen bei ihren wirtschaftlichen Aktivitäten zunehmend an Anforderungen, die sich aus dem effizienten Einsatz von Ressourcen ergeben.

In einem nationalen Projekt zur Forschung und Förderung der Ressourceneffizienz in Deutschland (MaRess) wurde das Ressourceneffizienzpotenzial von zunächst ca. 1000 Anwendungen in einem expertengestützten Prozess qualitativ abgeschätzt. Anschließend wurden die Ressourceneffizienzpotenziale von 22 Anwendungen berechnet und dabei erhebliche Potenziale festgestellt.

In der Praxis verhindern jedoch verschiedene Hemmnisse oft die Hebung von Ressourceneffizienzpotenzialen

  • Es besteht nur unzureichendes Wissen über neue Materialien und Prozesse, mit denen eine höhere Ressourceneffizienz erreicht werden kann.
  • Es besteht nur unzureichendes Wissen über neue Materialien und Prozesse, mit denen eine höhere Ressourceneffizienz erreicht werden kann.
  • Ressourceneffizienzgewinne können oft nur wertschöpfungskettenweit erreicht werden, dies erfordert eine intensive Kooperation mehrerer Akteure.
  • Es gibt zu wenige oder falsche Anreize (z. B. über die Betrachtung von Teilkosten) und kurzfristige Handlungsorientierungen durch die Politik.

Die vorliegende Veröffentlichung möchte dazu beitragen, diese Hemmnisse zu überwinden, indem sie das Problem fehlenden Wissens zu Ressourceneffizienz als zentrale Herausforderung für die Umsetzung von Ressourceneffizienz aufgreift. Die Studie wurde vom Bundesministerium für Forschung und Bildung gefördert und gemeinsam vom Wuppertal Institut, dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), der Trifolium - Beratungsgesellschaft mbH sowie dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität

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Die Beispiele aus der Broschüre sowie rund 70 weitere Beispiele finden sich auf der Projekt-Website.