Verbundprojekt PRIDE

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Gelingt es, für den Wert der professionellen Dienstleistungsarbeit ein ähnliches Bewusstsein zu wecken, wie bis heute für die industrielle Facharbeit, kann dies die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen spürbar steigern. Von dieser These geht das Verbundvorhaben PRIDE „Wertschöpfungstransparenz und Wertschätzung als Innovationsressourcen für den Dienstleistungsbereich“ aus. Ziel von PRIDE ist es, die Wechselwirkungen zwischen Wertschöpfung, Anerkennung , Stolz und Innovation aufzudecken und Erfahrungen und Erkenntnisse aus betrieblichen Lösungen zu einem “Leitbild der Dienstleistungsfacharbeit” zu verdichten. Das seit Dezember 2008 geförderte Vorhaben konzentriert sich dabei auf drei Fragen:

  • Wie lässt sich der Wertschöpfungsbeitrag der Dienstleistungsarbeit erfassen und kommunizieren?
  • Wie können Beschäftigte Selbstbestätigung aus der Bewältigung neuartiger Aufgaben beziehen, die nicht durch das Berufsbild vorgezeichnet sind?
  • Wie kann Produzentenstolz erzeugt werden, ohne dass es zu dysfunktionalen Effekten von überzogenem Stolz kommt?

Diese Fragen werden von den Projektpartnern mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung bearbeitet:

In den betrieblichen Teilprojekten des Verbunds werden Maßnahmen entwickelt und pilothaft erprobt, die durch das Aufzeigen von Wertschöpfungsbeiträgen und durch neue Formen der Anerkennungskommunikation, den „Produzentenstolz“ von Dienstleistungsbeschäftigten anfachen sollen. Die wissenschaftlichen Teilprojekte schaffen hierfür die Grundlagen und verdichten die Erkenntnisse aus der Praxis zu Empfehlungen für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Mit einem Kreis weiterer Experten werden Zwischen- und Endergebnisse diskutiert, weiterentwickelt und verbreitet.