Fallstudie: Fit für Innovationen

Um den Markterfolg zu sichern, muss ein Unternehmen schneller ans Ziel gelangen als die Konkurrenz. Das bedeutet, neue Produkte und Dienstleistungen schnell und erfolgreich auf dem Markt zu platzieren. Dazu müssen für den Innovationsprozess optimale Bedingungen geschaffen werden, die Unternehmen müssen bestmöglich »innovationsfähig« sein. Der Schlüssel dazu liegt in der gezielten Steuerung der Bereiche, die indirekt auf den Innovationsprozess einwirken. Dies sind beispielsweise die Kompetenz- und Wissensentwicklung der Mitarbeiter, die eine Quelle neuer Ideen sind, oder die zu Grunde liegende Strategie, nach der entschieden wird, welche Ideen weiter verfolgt werden.

Um die Ausrichtung dieser Bereiche optimal steuern zu können, wird im Projekt InnoKMU ein Verfahren entwickelt, mit dem kleine und mittelständische Unternehmen den Grad ihrer Innovationsfähigkeit ermitteln können. Handlungsempfehlungen zur Steigerung ihrer Innovationsfähigkeit ergänzen das Verfahren. Die Analyse und Bewertung der Innovationsfähigkeit zeigt dem Unternehmen die Punkte auf, die es verbessern kann und wo die Stärken des Unternehmens liegen. Die Bewertung ist auch in der Kommunikation mit Partnern, wie Kunden oder Banken, sinnvoll einzusetzen. Der Arbeitskreis Rating sorgt dafür, dass sich das Verfahren harmonisch in die Bewertungspraxis von Banken eingliedern lässt. Die Durchführung und Anwendung des Verfahrens wird möglichst einfach gestaltet und soll in Form einer Selbstbewertung möglich sein. Das Verfahren, die Handlungsempfehlungen und weitere Informationen und Kontakte werden über ein Internet-Portal für die Unternehmen bereitgestellt.

An dem Projekt beteiligen sich führende kleine und mittelständische Unternehmen aus den Branchen Maschinenbau und Elektrotechnik/ Elektronik. Sie bringen die Anforderungen der Praxis in das Verfahren mit ein und liefern anschauliche Fallbeispiele für die Verbesserung von Innovationsfähigkeit. Mit der IKB Deutsche Industriebank AG und Prof. Dr. Schneck Rating sind Experten für Finanzierungs- und Ratingfragen am Projekt beteiligt. Die Anforderungen an das Verfahren werden durch sie um wesentliche Punkte ergänzt und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Die Unternehmensverbände des Maschinenbaus (VDMA) und der Elektrotechnik/Elektronik (ZVEI) wirken mit, die hohe Relevanz der Projektergebnisse sicherzustellen und eine weite Ergebnisverbreitung zu ermöglichen. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) legt die Grundlagen für die Standardisierung des Verfahrens. Die Fraunhofer Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und für System- und Innovationsforschung (ISI) übernehmen die wissenschaftliche Begleitung und entwickeln das Verfahren zur Bewertung der Innovationsfähigkeit. Für die technische Umsetzung des Internet-Portals zeichnet die Communardo Software GmbH verantwortlich.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Rahmenkonzeptes »Forschung für die Produktion von morgen« gefördert und vom Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe (PTKA), Bereich Produktion und Fertigungstechnologien (PFT), betreut.

»Fit für Innovationen« stellt anhand von 6 innovativen Praxisbeispielen typische und als besonders wichtig erachtete Erfolgsfaktoren und Indikatoren zur Innovationsfähigkeit dar.

In Teil I wird das Verfahren zur Bewertung und Steigerung der Innovationsfähigkeit produzierender KMU kurz dargestellt, um den wissenschaftlichen Überbau zu den Fallbeispiel zu verdeutlichen.

In Teil II wird jeweils ein anschauliches Fallbeispiel folgender Firmen dargestellt:

  • HARTING Applied Technologies GmbH & Co. KG
  • ISA Informationssysteme GmbH.
  • WITTENSTEIN AG
  • Lorch Schweißtechnik GmbH
  • REMS-WERK Christian Föll und Söhne GmbH & Co KG
  • KUHNKE GmbH

In Teil III werden die Anforderungen an das Verfahren und die Erfolgsfaktoren sowie Indikatoren durch die am Projekt beteiligten Experten für Finanzierungs- und Ratingfragen um wesentliche Punkte ergänzt. Zudem wird auf die Verbreitung der hier dargestellten Ergebnisse durch die Unternehmensverbände und eine mögliche Standardisierung des Verfahrens eingegangen.

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