Strategien von Städten zur Elektromobilität

Strategien von Städten zur ElektromobilitätDie in erster Linie qualitativ angelegte Untersuchung »Strategien von Städten zur Elektromobilität« ist ein erster Aufschlag, um die Motive, Herangehensweisen und Aktivitäten der Städte im Bereich Elektromobilität in ihrer Breite zu erfassen. Die Studie zeigt, dass für Städte eine systemische und ganzheitliche Sichtweise auf das Thema Elektromobilität von besonderer Bedeutung ist. Die befragten Städte gehen zum Teil auf unterschiedliche Weise an das Thema Elektromobilität heran. Die Motive für das Engagement der Städte liegen in den Bereichen Umwelt, Verkehr, Wirtschaft und Image. Diese breite Herangehensweise zeigt sich wiederholt an verschiedenen Stellen der Untersuchung, insbesondere in den Aktivitäten der Städte.

Ein wichtiger Aspekt für die Städte ist, in Anlehnung an die genannten Motive, immer wieder die Integration des Themas Elektromobilität in andere Bereiche (Umwelt, Verkehr allgemein, Energie und Wirtschaft) sowie die Einbindung in übergeordnete Entwicklungskonzepte. Darüber hinaus betonen die Städte die Verknüpfung innerhalb des verkehrlichen Bereichs mit Themen, wie etwa dem ÖPNV, Pendlerverkehr und Sharing-Angeboten. Städte sehen das Thema Elektromobilität losgelöst vom alleinigen Austausch einer Antriebstechnologie in Fahrzeugen. Für eine nachhaltige Implementierung von Elektromobilitätskonzepten in den Städten scheinen sich eine hohe Bereitwilligkeit und ein starkes Engagement der Stadt selbst, eine enge Verknüpfung mit weiteren Themen und Akteuren sowie die Integration von Elektromobilität in übergeordnete Entwicklungskonzepte auch als erfolgsversprechende Faktoren zu erweisen.

Nach den Ergebnissen der Befragungen wollen Städte aktiv mitgestalten. Hierbei gilt es, den rechtlichen Rahmen zu schaffen sowie den Wissensaustausch zum einen zwischen den verschiedenen administrativen Ebenen von Bund, Land und Kommune zum anderen zwischen den beteiligten Akteuren aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft weiter zu fördern und Informationen transparent zu gestalten, um gemeinsame Konzepte zu entwickeln, erproben und umzusetzen.

Die dieser Studie zu Grunde liegende Datenbasis beschränkt sich auf 26 Städte aus den Modellregionen Elektromobilität. Hierbei wurden vornehmlich Städte untersucht, die sich bereits intensiv mit dem Thema Elektromobilität auseinandersetzen. Um Maßnahmen und Entscheidungen mit einer breiten Datenbasis zu fundieren, ist eine weitere Erhebung unter deutschen Städten – insbesondere unter Einbezug von Städten, die bisher nicht in den Modellregionen organisiert sind – notwendig. Ziel muss eine statistisch belastbare Datenbasis über Elektromobilität in deutschen Städten und Gemeinden sein. Nur über aussagekräftige Zahlen kann ein effektives Monitoring des Fortschritts der Kommunen im Bereich Elektromobilität stattfinden. Darüber hinaus lassen sich über eine ausreichend große Anzahl an befragten Städten messbare Leitindikatoren für Erfolgskriterien ableiten. Aus diesem Grund wird eine Folge-Erhebung mit einer höheren Anzahl befragter Kommunen und aufbauend auf den dargestellten Ergebnissen als wichtige Voraussetzung für eine weitere wissenschaftliche Begleitung der urbanen Elektromobilität in Deutschland sowie deren Integration in ganzheitliche Mobilitätskonzepte gesehen. Neben einer Erhebung mit erhöhter Fallzahl stellen in die Tiefe gehende Untersuchungen zu den verschiedenen skizzierten Handlungsfeldern eine wichtige Ergänzung dar, um das Thema der Implementierung von Elektromobilität in Städten zu erfassen.

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