Strukturstudie BWe mobil 2011

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Systemanalyse BWe mobil

Blickt man auf die vergangenen zwei Jahre zurück, so lässt sich erkennen, dass das Thema »Elektromobilität« an Fahrt gewinnt. Bei der IAA 2011 wurde dem Thema Elektromobilität bereits eine eigene Halle gewidmet. Alle namhaften Automobilhersteller präsentierten eine breite Palette verschiedenster elektromobiler Fahrzeugkonzepte für die kommenden Jahre, aber auch Konzeptfahrzeuge, welche einen weiteren Blick in die Zukunft ermöglichen. Der dafür zugrunde liegende Technologiewechsel weg vom Kraftfahrzeug mit konventionellem Antrieb hin zu alternativen und in diesem Sinne elektrifizierten Antriebskonzepten wird zu einer Vielzahl an Veränderungen führen.

Neben neu benötigten Werkstoffen und Produktionsverfahren ändern sich beispielsweise Qualifikationsanforderungen und Bildungsinhalte für angehende Arbeitskräfte. Die Struktur der bisherigen automobilen Wertschöpfungskette wird um neue Akteure erweitert. Eine Fülle an Geschäftsmodellen zwischen »alten« und gänzlich neuen Unternehmen im Markt, beispielsweise im Bereich der Batteriezellfertigung, lässt sich beobachten. Weiterhin rücken Aspekte wie die Informations- und Kommunikationstechnologie des Fahrzeugs, infrastrukturelle Arbeitsinhalte oder damit verbundene neue Marktchancen in den Mittelpunkt. Wurden Themenstellungen bisher nur rudimentär beachtet, so müssen die daraus resultierenden Herausforderungen an die Elektromobilität im Zuge des anstehenden Wandels gelöst und umgesetzt werden.

Gerade für das Automobilland Baden-Württemberg ist ein derartiger Umbruch – wenn dieser auch aus dem jetzigen Verständnis noch recht langsam anläuft – als große Herausforderung zu sehen. Um seine Spitzenposition auch weiterhin aufrechtzuerhalten, müssen die erwarteten Auswirkungen der Elektromobilität auf die automobile Wertschöpfung erfasst sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken für das Land identifiziert werden.

Im Rahmen der vorliegenden Strukturstudie 2011, die eine Überarbeitung der vorangegangenen Studie (2009/2010 - Systemanalyse BWe mobil) ist, sollen aus diesem Grund folgende Fragestellungen im Mittelpunkt der Betrachtung stehen:

  • Welches Marktpotenzial entsteht im Bereich alternativer Antriebskonzepte?
  • Wie ist die Automobilindustrie in Baden-Württemberg strukturiert?
  • Welche Auswirkungen auf die Wertschöpfungs- und Beschäftigungsstruktur hat die Elektromobilität in Baden-Württemberg?
  • Welche Akteure, Kompetenzen, Cluster und Initiativen bestehen in Baden-Württemberg im Bereich der Elektromobilität?

Dabei wurden neben umfangreichen Sekundärdatenrecherchen auch mehrere persönliche sowie telefonische Interviews mit Experten aus Industrie und Forschung durchgeführt. Die Aussagen und Meinungen der Interviewpartner sind in den Kapiteln hervorgehoben und erlauben somit einen vertieften Einblick ins jeweilige Themenfeld.

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