Projekt STAGES: Gender Diversity matters!: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 27. März 2014, 14:15 Uhr

»Gender Diversity matters«: Dieser Slogan bildet eine Grundlage des EU-Projekts »STAGES – Structural Transformation to Achieve Gender Equality in Science«. Unter diesem Projekttitel haben sich sieben Partnerorganisationen aus fünf europäischen Ländern zusammengetan. Gemeinsam arbeiten sie daran, Aktionen, Programme und Bedingungen in den eigenen wissenschaftlichen Organisationen zu etablieren, um Gender Diversity und Chancengleichheit zu fördern.

Projektthema und Ziel

So ist das Thema Chancengleichheit am Arbeitsplatz zwar in aller Munde, doch sieht es in der Forschung oftmals nicht anders aus als in vielen anderen Arbeitsbereichen: Auch hier sind Frauen bislang unterrepräsentiert. Dem möchte das Projekt entgegenwirken. So werden viele kleine strukturelle Veränderungen in die Wege geleitet, selbst initiiert oder Hilfen zur Bereitstellung angeboten. Es geht jedoch keinesfalls darum, Männer zu benachteiligen. Frauen und Männer sollen gleichberechtigt an Entscheidungen darüber beteiligt werden, was auf welche Weise erforscht und entwickelt wird. Hier gilt es, das jeweils benachteiligte und nicht sichtbare Geschlecht zu fördern und somit sichtbar zu machen.

Wie ist das Projekt aufgebaut?

Das Fraunhofer IAO bearbeitet neben vier Universitäten aus verschiedenen europäischen Ländern ein Teilprojekt von STAGES. Die Projektkoordination liegt beim italienischen Ministerium für Gleichberechtigung, die Evaluation und Bündelung der Maßnahmen führt die italienische Non-Profit-Organisation für Entwicklung und den Kampf gegen soziale Ausgrenzung (ASDO) durch. Begleitet wird das Gesamtprojekt zudem durch ein internationales Beratungskomitee, das »International Board of Advisors« (IBSA). Ein weiteres Beratungsgremium wurde durch das Projektteam am Fraunhofer IAO im Teilprojekt initiiert: Das »German STAGES Committee« besteht aus 15 Mitgliedern, die sich wissenschaftlich mit Frauenförderung, Gender Studies, Gleichstellung oder Chancengleichheit beschäftigen und praktische Erfahrungen in diesen Themenfeldern gesammelt haben. Das Gremium berät das Projektteam bei der Planung und Durchführung der verschiedenen Aktivitäten und bringt verschiedene Blickpunkte und Vorschläge ein.

Welche Aktionen werden durchgeführt?

Das Projektteam des Fraunhofer IAO unterstützt zunächst die Kooperation der Beauftragten für Chancengleichheit (BfC) der einzelnen Fraunhofer-Institute. In enger Zusammenarbeit mit der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten der Fraunhofer-Gesellschaft initiierte das Projektteam die Erstellung von jährlichen BfC-Berichten an allen Fraunhofer-Instituten. Aus diesen Berichten der Institute entsteht zudem ein zentraler BfC-Bericht. Ziel ist es, die Arbeit der Beauftragten für Chancengleichheit an den Instituten zu stärken und diese anzuregen, voneinander zu lernen.

Eine daran anknüpfende Aktivität ist die Einrichtung und Betreuung einer Gender Diversity Toolbox. Dies ist ein internetbasierter Werkzeugkasten auf der Projekthomepage, in dem verschiedene schon bestehende Praxisbeispiele zur Verbesserung der Chancengleichheit gesammelt werden. Die vielfältigen Beispiele reichen von der Einrichtung eines Mit-Kind-Arbeitsplatzes über Doktorandinnen-Programme bis zur Mitwirkung bei einer Langen Nacht der Wissenschaften. Durch die Toolbox werden diese Beispiele den anderen Beauftragten für Chancengleichheit zur Verfügung gestellt. Sie können sich somit einen Überblick verschaffen, welche Aktivitäten innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft bereits umgesetzt wurden und was dabei zu beachten ist. So soll die Toolbox einen Beitrag dazu leisten, die Vielfalt der Beschäftigten an den Instituten im Arbeitsleben zu ermöglichen und weiter zu fördern. Die Gender Diversity Toolbox ist nach einer Registrierung kostenlos in vollem Umfang nutzbar.

Ergänzend zur Gender Diversity Toolbox regt das STAGES-Projektteam persönliche Treffen zum Austausch zwischen interessierten Personen verschiedener Fraunhofer-Institute an, begleitet und moderiert diese. Das Team steht hier zur Verfügung, falls beispielsweise Hilfe bei der Einführung eines bestimmten Praxisbeispiels benötigt wird oder eine Partnerschaft für zukünftige gemeinsame Aktivitäten begründet werden soll.

Weitere Informationen: